Chronik über unser Orchester


„Ein Orchester, welches nur aus Saxophonen besteht, ist für viele ein ungewohntes Hörerlebnis. Mittlerweile erfreuen sich solche Ensembles wachsender Beliebtheit – im Besonderen an vielen Hochschulen in Europa und den USA.“

Das Sächsische Saxophon Orchester unter der Leitung von Ragnar Schnitzler ist das einzige Saxophonorchester in Sachsen und eines der wenigen Saxophonorchester in Deutschland. Neben dem Selmer Saxharmonic und dem Süddeutschen Saxophon-Kammerorchester, welche die zwei professionellen Saxophonorchester Deutschlands darstellen, ist das Sächsische Saxophon Orchester ein Amateurorchester, bestehend aus Schülern, Studenten, Erwachsenen und Berufsmusikern.

Im Jahr 2005 kam es erstmalig zur Gründung eines Saxophonorchesters in Sachsen. Dieses Gemeinschaftsprojekt zwischen dem Traumpalast Mittelherwigsdorf e.V., der Kreismusikschule Dreiländereck und dem polnischen Konservatorium in Zgorzelec bestand aus Schülern und Lehrkräften (Abbildung 1). Nachdem dieses Orchester ein Jahr bestand, wurde es aus Zeit- und Finanzierungsgründen aufgelöst. Des Weiteren spielte auch die Organisation der Proben zwischen den multinationalen Mitgliedern eine Rolle für die Auflösung.

Nach einer fünfjährigen Pause, welche durch Zeit- und Organisationsmangel ein solches Ausmaß annahm, kam es im September 2011 erneut zur Gründung eines Orchesters, welches einzig und allein aus Saxophonen bestand. Die rund 20, aus der Oberlausitz stammenden, Mitglieder waren fast ausschließlich Kreismusikschüler von Ragnar Schnitzler. Demzufolge gehörte das neu gegründete Sächsische Saxophon Orchester, welches seinen Namen auch erst im Jahr 2011 erhielt, zu den Ensembles der Kreismusikschule Dreiländereck. Die Organisation der Proben gestaltete sich nun auch leichter, da keine schwierige sprachenübergreifende Kommunikation mehr nötig war (Abbildung 2). So spielte das Sächsische Saxophon Orchester im Schuljahr 2011/2012, dem ersten Jahr des neu gegründeten Orchesters, unter anderem am 17. Dezember 2011 beim Weihnachtskonzert der Kreismusikschule Dreiländereck in der Johanniskirche in Löbau, am 03.06.2012 bei der Jubiläumskonfirmation in der Kirche Großhennersdorf und am selben Tag bei der Veranstaltung „Abendmusik im Kerzenschein“ in der Heiligen Geist Kirche in Löbau. Des Weiteren nahm das Orchester am „3. Sächsischen Saxophontag“ teil und erlebte einen Workshop mit den Saxophonisten Christoph Enzel und Koryun Asatryan.

Im Schuljahr 2012/2013, dem nun zweiten Jahr des Ensembles, nahm das Sächsische Saxophon Orchester zwei Ziele in Angriff. Einerseits sollte das Orchester mehr Präsenz in der Öffentlichkeit erlangen, andererseits aber auch neue, anspruchsvollere Literatur erarbeiten. Zur Umsetzung dieser Ziele wurde im November 2012 eine eigene Webseite des Sächsischen Saxophon Orchesters erstellt, welche unter anderem über Bilder, Hörbeispiele, Konzertankündigungen oder Neuigkeiten verfügt und im Juni 2013 eine Facebook Seite, welche ähnliche Funktionen erfüllt, erstellt. Des Weiteren wurde die barocke Semi-Oper „The Fairy-Queen“ von Henry Purcell erarbeitet und eine Auswahl von Stücken erstmals im Mai aufgeführt. Zudem war das Sächsische Saxophon Orchester im Dezember 2012 bei einem Adventskonzert in der Kirche zu Großschweidnitz (Abbildung 3), am 05.05.2013 erneut bei der Veranstaltung „Abendmusik im Kerzenschein“ in der Heiligen Geist Kirche in Löbau (Abbildung 4) und am 31.05.2013 bei einem Jubiläum in der Kirche in Großschweidnitz zu sehen. Auch am „4. Sächsischen Saxophontag“ nahm das Sächsische Saxophonorchester wieder teil und erhielt viele Tipps vom Alliage Quintett, welches die Workshops leitete.

Im folgenden Schuljahr 2013/2014 wurden alle Ziele weit über den Erwartungen erfüllt. Ab September 2013 übernahm nun der Traumpalast Mittelherwigsdorf e.V. die Trägerschaft des Sächsischen Saxophon Orchesters, welches dadurch unabhängig von der Kreismusikschule Dreiländereck wurde, aber dennoch weiterhin in freundschaftlicher Kooperation zusammenwirken wird. Durch die Trägerschaft wurde es möglich, ein Basssaxophon der Firma Keilwerth bei Harald Dallhammer, einem befreundeten Saxophonbauer, zu erwerben. Des Weiteren konnten die Kosten durch die Sparkassenförderung der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien und Spenden bewältigt werden. Zusätzliche Unterstützung bot die spanische Firma EGR mit Blatt Ligaturen. Mit dem Privatkauf eines Sopraninosaxophons durch die Saxophonistin Emily Güntzel wurde das Register eines Saxophonorchesters vollständig. Das besonders im Alt-Register zu groß besetzte Orchester wurde reduziert und es entstand ein Nachwuchsorchester, in dem Mitglieder mit weniger Erfahrung eine intensivere Förderung erhielten, um später in das Sächsische Saxophon Orchester aufsteigen zu können. Erstmalig fand vom 18.10.2013 bis zum 20.10.2013 ein intensives Probenwochenende statt (Abbildung 5), welches am 20.10.2013 durch das sehr gut besuchte Abschlusskonzert im Traumpalast Mittelherwigsdorf beendet wurde (Abbildung 6). Es konnte neue Literatur erarbeitet werden, wie unter anderem das Werk „Bilder einer Ausstellung“ von Modest Mussorgski. Durch die sich vermehrenden Artikel im Internet oder in Zeitungen, stieg der Bekanntheitsgrad des Orchesters, was man auch an einer deutlichen Vermehrung der Auftritte und Proben sehen kann (Abbildung 7). Das Ensemble spielte am 13.09.2013 ein Konzert in der Kirche zu Eibau und das erwähnte Abschlusskonzert im Oktober. Da das Sächsische Saxophon Orchester weiterhin mit der Kreismusikschule Dreiländereck zusammenarbeitet, war es am 14.12.2013 bei deren Weihnachtskonzert in der Johanniskirche in Löbau (Abbildung 8) und am 12.01.2014 bei deren Neujahrsmatinee im Bürgersaal in Zittau zu Gast (Abbildung 9). Darüber hinaus sah man das Orchester am 22.01.2014 beim politisch-wirtschaftlichen Neujahrsempfang der Stadt Zittau im Bürgersaal in Zittau, am 25.05.2014 im Leipziger Musikpavillon (Abbildung 10), am 20.07.2014 bei der Veranstaltung „Stunde der Musik“ im Rathaus in Neusalza-Spremberg, am 21.07.2014 beim Sächsischen Familientag in Zittau und am 11.07.2014 beim „Oberseifersdorfer Musiksommer“. Vom 04.07.2014 bis zum 06.07.2014 nahm das Sächsische Saxophon Orchester zum dritten Mal am „Sächsischen Saxophontag“ teil. Die Workshops wurden in diesem Jahr vom gern gesehenen Signum Saxophon Quartett gestaltet. 

Das angehende vierte Jahr des Sächsischen Saxophon Orchesters, das Schuljahr 2014/2015, begann mit einem Konzert am 18.10.2014 in der Großhennersdorfer Kirche (Abbildung 11). Das diesjährige Probelager, welches am ersten Novemberwochenende, vom 31.10.2014 bis zum 02.11.2014, in der Jugendherberge in Görlitz stattfand, brachte viele intensive Proben mit sich, in denen neue Werke erarbeitet werden konnten. Neben vielen neuen Stücken aus dem Werk „Bilder einer Ausstellung“ wurden auch neue Stücke aus der „Jazzsuite 2“ von Dmitri Schostakowitsch und aus den „Slawischen Tänzen“ von Antonín Dvořák ins Repertoire aufgenommen. Das Probenwochenende fand seinen Abschluss im Konzert im überfüllten Traumpalast (Abbildung 12). Des Weiteren spielte das Sächsische Saxophon Orchester am 28.11.2014 in der Kirche zu Großschweidnitz und am 07.12.2014 in der Kirche in Jonsdorf Adventskonzerte. Am 30. Januar 2015 wird das Orchester das Konzert „24 Große Klappen – die zauberhafte Welt des Saxophons“ in der Johanniskirche in Löbau spielen. Dabei handelt es sich um ein sehr besonderes Konzert, da zwei Orchester anwesend sein werden. Neben dem Sächsischen Saxophon Orchester wird auch das Oberlausitzer Jugendjazz-Orchester, namens Bigband „Klangfarben“, zu hören sein. Beide Orchester werden den Zuschauern ihr eigenes Programm vorstellen. Doch den Höhepunkt wird eine gemeinsame Performance darstellen. Der MDR-Moderator Lutz Günther wird durch das Konzert führen. Der Grund für solch eine musikalische Hommage ist der 200. Geburtstag des Erfinders des Saxophons, Adolphe Sax. Dieses Konzert wird für das Sächsische Saxophon Orchester den Glanzpunkt des Schuljahres 2014/2015 verkörpern. Vom 03.07.2015 bis zum 05.07.2015 wird das Orchester eine musikalische Reise nach Villingen-Schwenningen vornehmen.

Das Ensemble hat weiterhin eine große Motivation für die Zukunft und schätzt die Zusammenarbeit mit anderen Ensembles.


Quellen dazu in der "komplexen Lernleistung" von L. Schneider am G.-Scholl-Gymnasium Löbau

Textquellen: Schnitzler, Ragnar: Sächsisches Saxophon Orchester. In: http://saxophon-sachsen.de/, zugegriffen am 20. 11.2014.

Schnitzler, Ragnar: Sächsisches Saxophon Orchester. In: https://www.facebook.com/Saechsisches.Saxophonorchester?fref=ts, zugegriffen am 20.11.2014.

Wikipedia: Chronik. In: http://de.wikipedia.org/wiki/Chronik, zugegriffen am 15.11.2014.

Anleiter/Bildung: Wie kann man eine Chronik schreiben? In: http://schreiben.anleiter.de/wie-kann-man-eine-chronik-schreiben, zugegriffen am 15.11.2014.

Klaus, Steffen: Pressemitteilung des Sächsischen Saxophon Orchesters.  Januar 2014

Bildquellen: Privatbesitz Ragnar Schnitzler, Sächsisches Saxophon Orchester